SCHNECKENWETTRENNEN

Performance zur Eröffnung des NABU Salons,
Naturschutzbund Deutschland, Bundesvertretung Berlin 2000/2007

In sechs Bahnen traten Hain- und Gartenschnirkelschnecken gegeneinander an.

Die zur Eröffnung des NABU Salons geladenenen Politiker verschiedener Parteien, unter anderem der damalige Bundesumweltminister Jürgen Trittin, haben per Wettkarte auf die Schnecken gesetzt. Mit einer Simultanübertragung per Videokamera und Beamer wurde das Rennen der Schnecken durch die 50 cm langen Plexiglasröhren wandfüllend projiziert.

Was mir am Verhalten der Schnecken besonders gefiel, ist nicht nur ihr langsames Vorwärtsfühlern, sondern ihre „Einstellung“ zum Wettkampf. Manche wollen gar nicht losgehen, andere machen mitten auf der Strecke Pause oder drehen kurz vor dem Ziel um. Konkurrenz und Wettbewerb werden in diesem metaphorischen Spiel ad absurdum geführt.

Das Tier bewegt sich nach anderen Gesetzen. Die Schnecken, Inbegriff der Langsamkeit, werden hier durch Licht und Wärme gelockt. Die Projektion machte es möglich, den Tieren beim Gewinnen oder Verlieren zuzuschauen.

Die Schnecke auf Bahn Nummer drei gewann in 3:35 min.